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Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


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Berndt Seite

N wie Ninive
Erzählungen

In metaphorisch einprägsamen Stil  werden verschiedene Schicksale erzählt, die ihren Haupthelden alles abverlangen, sie an ihre Grenzen bringen. Bei der Frage nach der Schuld, nach Gerechtigkeit und Gott verstricken sich Zukunft und Vergangenheit. 

"Er hat einen eigenen Ton, ein bisschen mecklenburgisch erdenschwer, aber dann auch wieder sehr poetisch"

Frankfurter Allgemeine 07.10.2014 Nr. 232 S. 10 

Ballonfahrt über das Saarland

Ballonfahrt über das Saarland

Guido König

An einen großen Gasballon
gefesselt, hoch emporzusteigen,
war für den Vater und den Sohn
der schönste wolkennahe Reigen.

Denn sie gewannen einen Flug
im bunten Gasballon, der beide
schwebend übers Saarland trug.
Die Gondel hob sie in die Weite.

Sie überflogen manche Stadt.
An Dörfern, die an Bächen lagen,
sahn sie sich beide Augen satt.
Ihr Herz war trunken vor Behagen.

Nach Mettlach brachte sie die Saar
an eine zauberhafte Schleife.
Ein Wunder wurde offenbar.
Hier ruhte das Umhergeschweife.

Der pralle Luftballon sank tief
und tiefer hin zum Berggelände.
Er landete im Felsmassiv
der Burg Montclair am Ende.

Von dort erblickten sie die Cloef,
wo Gruppen in die Tiefe sahen.
Es zeigte stolz ein Reisechef
den Fluß im Fernen und im Nahen.

Danach bestiegen sie zu zweit
die Gondel, und die beiden flogen
fast wolkennah und meilenweit
den kühn geschwungnen Hochwaldbogen.

Hoch überm dunklen Tannenwald
mit den versprengten hellen Birken
erkannten sie die Wohlgestalt
von fachgehegten Forstbezirken.

Sie bogen Richtung Tholey ab,
um Schaumberg und Abtei zu sehen.
Den Göttelborner Gipfelkap
umkreisten sie bei leichtem Wehen.

Der Bliesgau war das letzte Stück,
das sie von oben überschauten.
Dann kam's zum sichern Bodenglück,
dem sie sich gerne anvertrauten.

 

*****

Fotos: Rita Dadder

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