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Mimo hat Zahnweh

Ines Andre-Korkor

Als Meerschweinchen Mimo eines Tages erwacht, hat es fürchterliche Zahnschmerzen. Doch es will den Geburtstag seines besten Freundes nicht verpassen. Ob die Feier so viel Ablenkung bietet, dass sich das Zahnweh vergessen lässt?

Eine Geschichte für die Jüngsten zum Thema Zahnarzt und Zahnschschmerzen. Die niedlichen und warmherzigen Illustrationen von Petra Lefin lassen nicht nur Kinderherzen weich werden.

Desiderata

Desiderata

Max Ehrmann

Dieses Prosagedicht, das Max Ehrmann 1927 verfasste, wird auch als „Lebensregel von Baltimore“ bezeichnet, eine Bezeichnung, die allerdings auf einem Irrtum beruht. Es wurde nämlich eine Zeitlang angenommen, dass der Text bereits 1692 als Wandinschrift in der Kirche Old St. Paul's in Baltimore gefunden worden wäre. Richtig ist, dass Desiderata 1959 in einer Sammlung von Pfarrbriefen erschienen ist. Auf dem Umschlag der Veröffentlichung wurde auch der Name der Kirche und ihr Gründungsjahr (1692) genannt, was wohl zu der falschen Annahme führte, dass der Text schon viel älter sei.
„Desiderata“ bedeutet „Das Ersehnte oder Erwünschte. Heute hängt der Text in vielen Gotteshäusern.

Rita Dadder

snowflok

Geh deinen Weg gelassen im Lärm und in der Hektik dieser Zeit,
und behalte im Sinn den Frieden, der in der Stille wohnt.

Bemühe dich, mit allen Menschen auszukommen,
soweit es dir möglich ist, ohne dich selbst aufzugeben.
Sprich das, was du als wahr erkannt hast, gelassen und klar aus,
und höre anderen Menschen zu, auch den Langweiligen und Unwissenden,
denn auch sie haben etwas zu sagen.
Meide aufdringliche und aggressive Menschen,
denn sie sind ein Ärgernis für den Geist.

Vergleiche dich nicht mit anderen, damit du nicht eitel oder bitter wirst,
denn es wird immer Menschen geben,
die größer sind als du, und Menschen, die geringer sind.
Erfreue dich an dem, was du schon erreicht hast, wie auch an deinen Plänen.
Bleibe an deinem beruflichen Fortkommen interessiert,
wie bescheiden es auch sein mag;
es ist ein echter Besitz in den Wechselfällen der Zeit.

Sei vorsichtig in deinen geschäftlichen Angelegenheiten,
denn die Welt ist voller Trug.
Lass dich jedoch dadurch nicht blind machen
für die Tugend, die dir begegnet. Viele Menschen haben hohe Ideale,
und wo du auch hinsiehst, ereignet sich im Leben Heldenhaftes.

Sei du selbst, und, was ganz wichtig ist, täusche keine Zuneigung vor.
Hüte dich davor, der Liebe zynisch zu begegnen,
denn trotz aller Dürreperioden und Enttäuschungen ist sie beständig wie das Gras.

Nimm den Rat, den dir die Lebensjahre geben, freundlich an,
und lass mit Würde ab von dem, was zur Jugendzeit gehört.
Stärke die Kraft deines Geistes,
so dass sie dich schützt, wenn ein Schicksalsschlag dich trifft.
Doch halte deine Phantasie im Zaum, damit sie dich nicht in Sorge versetzt.
Viele Ängste wurzeln in Erschöpfung und Einsamkeit.

Übe gesunde Selbstdisziplin, doch vor allem sei gut zu dir.
Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und die Sterne:
Du hast ein Recht, da zu sein.
Und ob es dir bewusst ist oder nicht:
Ganz sicher entfaltet sich das Universum so, wie es ihm bestimmt ist.

Lebe daher im Frieden mit Gott, wie auch immer du ihn dir vorstellst.
Und worauf du deine Anstrengungen auch richtest,
was es auch ist, das du erstrebst,
im lärmenden Durcheinander des Lebens sei mit dir selbst im reinen.

Trotz allen Trugs, aller Mühsal und aller zerbrochenen Träume
ist die Welt doch wunderschön.
Sei heiter.
Strebe danach, glücklich zu sein.

*****

Gedichttext eingesandt von Herbert Kihm
Vorschaubild: Rita Dadder

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