Saarland-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Saarland-Lese
Unser Leseangebot

Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


Unser Leseangebot

Weihnachten bei Familie Luther

Christoph Werner

Luthers jüngster Sohn erzählt vom Christfest

Paul Luther, der jüngste Spross der Lutherfamilie, gewährt dem Leser Einblick in sein Leben und das seiner Familie.
Er berichtet von seiner Kindheit in Wittenberg und der Krankheit seines Vaters, von seiner Verwicklung, die ihm als Leibarzt widerfuhren, und von den Intrigen am Gothaer Hof. Reichlich illustriert öffnen sie dem Leser die Tür zur Weihnachtsstube der Familie Luther.

Die Saar

Die Saar

Josef Weyand

Sinnend sitz ich am Ufer der Saar,
dem leisen Schlag der Wellen zu lauschen.
Weißt Du noch wie es damals war?
hört' ich sie flüstern und rauschen.,

Winter war`s in den dreißiger Jahren,
auf meinem Eis sind sie Schlittschuh gefahren.
Auf dem Schwimmschiff im Sommer, welches Vergnügen,
für die Gehanner Jugend und denen von drüben.

Dann wird es braun und wir mussten marschieren,
fremde Arbeiter einquartieren.
Bunker entstanden entlang meinem Lauf,
vorbei der Sommer, dunkle Wolken ziehn auf.

Not vieler Jahre, Leid und Verdruss,
gesprengte Brücken, gestörter Fluss,
von hüben nach drüben gibt`s keinen Weg,
nur in Saarbrücken den Kummersteg.

Was einst gestanden und uns vertraut,
zerstört, jetzt wird es aufgebaut.
Doch wird`s nicht mehr wie`s damals war,
ich fließe träge wie immer, die Saar.

Die Kraftwerke, Hütten und die Gruben,
brachten bald Wohlstand in die Stuben.
Sie hinterließen eine schlimme Fracht,
die hat mir das Leben schwer gemacht.

Dann wurde es besser, Jahr für Jahr.
Es drohte mir eine neue Gefahr.
Kräne und Bagger schlugen mir Wunden.
Nie habe ich mich so elend gefunden.

Es dauerte lang, bis die Wunden geschlossen,
mein neues Bett hab ich schon genossen,
gestaut zwar und mein Lauf aufgehalten.
Doch jetzt kann ich meine Schönheit entfalten.

Weiße Schiffe, Wanderer, Natur,
von wegen Kanal, keine Spur.
Mein Wasser ist wieder hell und klar.
Stolz bin ich auf das was ich bin…die Saar.

*****

Fotos: Rita Dadder

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Frühling
von Herbert Kihm
MEHR
Desiderata
von Max Ehrmann
MEHR
Will das Glück
von Wilhelm Busch
MEHR
Anzeige:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen