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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Schwätze ma Plat

Schwätze ma Plat

Hans Herkes

Saarländisch-lothringische Schulpartnerschaft

Natürlich bestehen seit Jahrzehnten Partnerschaften zwischen saarländischen und französischen Gemeinden, einige mit weit entfernt liegenden wie Saarbrücken mit Nantes und Saarlouis mit St. Nazaire, andere mit Orten, die gerade auf der anderen Seite der Grenze liegen; Völklingen mit Forbach, Dillingen mit Creutzwald.

Was liegt näher, dass auch Schulen zweier Partnerstädte Verbindung aufnahmen. So geschehen vor vielen Jahren bereits zwischen Dillingen und Creutzwald. Bei der ersten Kontaktaufnahme stellte sich heraus und wurde als gutes Omen betrachtet, dass der französische Schulleiter einen deutschen, der deutsche einen französischen Familienname hatte. Eine Lehrergruppe von diesseits der Grenze traf sich mit Kollegen von der anderen Seite. Kaum hatte man Platz genommen, fragte einer:

„Wie sprechen wir denn jetzt, deutsch oder französisch?"

Es erhob sich ein zweisprachiges Gemurmel um die Tische, dann Schweigen, und in die Stille sagte einer der Franzosen:

„Schwätze ma doch änfach plat!"

Le plat nennen die grenznahen Lothringer ihre deutsche Mundart, die im Bereich des Rheinfränkischen angesiedelt ist. Dillingen liegt zwar schon im moselfränkischen Bezirk, aber so nah an der Sprachgrenze sind die Unterschiede nicht so hervorstechend. Man sprach also plat und verstand sich prächtig. Nur die junge Creutzwalder Kollegin, die zu ihrer ersten Stelle von Bordeaux nach Creutzwald geschickt worden war, hatte das Nachsehen, sie verstand nicht deutsch, noch weniger le plat.

 

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Vorschaubild: Rita Dadder