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Horst Nalewski
Kennst du Rainer Maria Rilke?
Der schwere Weg zum großen Dichter

Der junge Rilke wächst in Prag auf undentwächst den bürgerlichen Vorstellungen seiner familiären Umgebung. Auf der stetigen Suche nach sich selbst, findet er Halt im Schreiben und schreibt viel. "Der schwere Weg zum großen Dichter" ist hier verständlich und interessant dargestellt.

November

November

Herbert Kihm

"Quod sumus, hoc eritis. Fuimos quandoque, quod estis."

(Was wir sind, werdet ihr sein. Was ihr seid, waren wir einst.)


***

Wie winscht ma sisch doch ab un zu,
ned nur middas endlich Ruh!

Ma schafft und rafft fier Hab un Gut
Oft meh als gut em schließlisch dut.

*

De Heinz,der glaabt sisch unendberlisch,
bei jedem Anlass zeichd’r sisch.

Selbschd wenn Oma Emma hunnertänns,
doo isch‘r doo, er zeischd Präsenz.

Nadierlisch isch’s ihm einerlei,
denn selbscht de Sunnda bleibt ned frei,

dann singt er mit im Kärschechor,
mit seinem schdrahlenden Tenor.

Bei jedem Feschd isch er debei,
sei Körper isch’m enerlei.

Un wann se dann am Schdamdisch sitze,
kommt er so rischdisch erscht in’s Schwitze.

Doch pletlisch, trefft ne middedrin -
obgleich grad wischdisch der Termin-

de Schlaach - un fällt ne wie a Baam!
Trotzdem‘s ned passend in de Kraam.

Jetzt hat’er Ruh un ewig frei –
Nur am Graab – doo war er noch debei!


*****

Vorschaubild: Herbert Kihm

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