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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Kunstausstellungen  in der Scheune

Kunstausstellungen in der Scheune

Ferdinand Luxenburger

Kultur im Dreiländereck

Kunstausstellungen sind etwas für große Städte oder gar Metropolen, so das gängige Klischee. Deshalb verwundert es, wenn man diesen Begriff in Zusammenhang mit dem 550-Seelen Dorf Oberleuken, einem Ortsteil der Gemeinde Perl im Dreiländereck Deutschland, Frankreich und Luxemburg, hört.

Sicher haben die schöne Landschaft und das bäuerliche Leben in und mit der Natur bei Manfred Ludwig den Wunsch geweckt, das Gesehene malerisch festzuhalten. Nach verschiedenen Malkursen und Kontakten zu Künstlern in der Region entstanden aus seiner Hand zahlreiche Bilder mit den verschiedensten Maltechniken von der Bleistiftzeichnung bis zum Ölbild.

Schließlich war die Zahl der Bilder recht beachtlich und schon kam ein anderes Talent von Ludwig zum Tragen: Er organisiert gerne Dinge, die ihm am Herzen liegen. Also hat er, der lange Jahre auch noch kommunalpolitisch tätig war, sich gleich gesinnte Künstler gesucht und mit ihnen 1982 zum ersten Mal seine Bilder in der Kreissparkasse in Merzig ausgestellt. Bald folgten weitere Ausstellungen in der näheren und weiteren Umgebung sowie in Luxemburg.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ausstellungsort kam dann später die Idee, die eigenen und die Kunstwerke anderer in dem renovierten Landwirtschaftsteil seines Bauernhauses zu präsentieren. Die erste Ausstellung in der Scheune und dem Stall fand 2004 statt. Es folgten in den Jahren 2005 und 2007 weitere Ausstellungen mit dem Motto „Kunst und Kultur im Dreiländereck".

Manfred Ludwig bei der Vernissage
Manfred Ludwig bei der Vernissage

Eine außerordentlich gelungene Kunstausstellung war die vom 2011 mit den lokalen Malerinnen Renate Pütz und Dr. Kelly Perdomo und den Malern Manfred Ludwig und Reinhold Hermes. Ein besonderes Highlight waren die Werke des international bekannten Künstlers Joan Thimmel, der seit 2004 immer zu den ausstellenden Künstlern im Hause Ludwig gehörte. Seine Skulpturen konnten die Besucher zum Teil im Garten der Ludwigs betrachten und erleben, was einen ganz eigenen Reiz ausmachte.

Kunst und Kultur in der Scheune ist jedes Mal ein lokales Ereignis, das große Beachtung findet. Regelmäßig kann Manfred Ludwig mehr als 500 Besucher seiner Ausstellung begrüßen.

Der Hafen - Rita PützParadies - Kelly PerdomoKirche Oberleuken - Kohlezeichnung vom Manfred LudwigDrei Skulpturen von Joan ThimmelKünstler der Ausstellung 2011

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Vorschaubild: Europa-Skulptur von Joan Thimmel
Alle Fotos: Ferdinand Luxenburger

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