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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Hotel-Restaurant Taffingsmühle

Hotel-Restaurant Taffingsmühle

Florian Russi

Am Taffingsweiher, einem Naturschutzgebiet umgeben von den Saarlouiser Stadtteilen Picard und Neuforweiler, liegt ein gastliches Haus, das Restaurant und Hotel „Taffingsmühle". Namensgeber war der 1735 verstorbene Louis Taffin. Er war Pächter der Domäne Berus und erhielt im Jahr 1727 von der lothringischen Rechnungskammer die Bewilligung, dass er und seine Nachkommen „auf ewig" an dem Bach, der heute Mühlenbach heißt, auf dem Bann von Nouveau Forviller eine Getreide- und Ölmühle betreiben durften bzw. dazu auch verpflichtet waren. Das Land, auf dem die Mühle errichtet wurde, gehörte zum damaligen Herzogtum Lothringen. Ein Jahr später bereits war die Mühle fertiggestellt und konnte mit ihrer Arbeit beginnen.
Mühlrad der Taffingsmühle
Mühlrad der Taffingsmühle
Louis Taffin war eine regionale Berühmtheit. In Dokumenten aus den Jahren 1728 und 1729 wird er als „königlicher Landwirt" und „Gelehrter" bezeichnet. Im Jahr 1730 findet sich für ihn die lateinische Titulierung: „Perornatus ac Eruditus Dominus Ludovicus Taffin" (ausnehmend schöner und gelehrter Herr Ludwig Taffin). Solches Ansehen verpflichtet bis heute.

In der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts wurde die Mühle stillgelegt und aus dem Mühlenhaus eine beliebte Ausflugsgaststätte. Seit dem Frühjahr 2009 wird sie vom Ehepaar Elke und Walter Lang geführt. Das Speisenangebot ist verlockend. „Alles", so versichert Chefkoch Walter Lang, „wird aus frischer Ware zubereitet." Auf der Speisekarte dominiert die französisch-elsässische Küche. Je nach Jahreszeit findet man dort auch spezielle Pilz- oder Wildgerichte. Für Suppenliebhaber kann ich darüber hinaus die köstliche Rinderkraftbrühe mit hausgemachten Markklößchen und Gemüsestreifen wärmstens empfehlen.

Die Weinkarte enthält ausgesuchte Angebote aus der Saar-Mosel-Region sowie - unvermeidlich für das Saarland - gute französische Rotweine.

Bei schönem Wetter bietet die Taffingsmühle eine weitere Attraktion: Sie unterhält den einzigen Biergarten im Grünen, den man in Saarlouis finden kann.

Das Haus wird gerne für Feiern genutzt. Eine meiner Nichten hat hier ihre Hochzeit, meine Mutter einen runden Geburtstag gefeiert. Ich selbst kehre immer wieder dort ein, wenn ich im Saarland zu tun habe. Geräumige Hotelzimmer, das gute Essen und die Nähe zur Natur ziehen mich an.

Von hier aus kann ich mit Frau und Hund viele schöne Spaziergänge unternehmen. Ein Weg führt rund um den Taffingsweiher, ein anderer an Pferdekoppeln vorbei durch Korn- und Gemüsefelder. Von dort hat man einen weiten Blick auf das Panorama des Saarlouiser Gaus. Es erstreckt sich von der Beruser Burgspitze über den Ort Felsberg, die Teufelsburg, das „Erdbeerdorf" St. Barbara bis zu den zur Saar hin abfallenden Hängen des Limbergs.

Bis zum nächsten Mal!

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Fotos: Rita Dadder

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