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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Schlachtfeld Spicherer Höhe

Schlachtfeld Spicherer Höhe

Florian Russi

Hochkreuz - Denkmal in Spichern
Hochkreuz - Denkmal in Spichern
Bataille de Spicheren", mit diesem Hinweis an der Autobahn Saarbrücken-Metz wird auf den unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegenen Ort hingewiesen, an dem am 6. August 1870 im deutsch-französischen Krieg von 1870/71 eine Schlacht zwischen Franzosen und Preußen ausgetragen wurde. Strategisch war sie ohne besondere Bedeutung, jedoch 1200 Menschen, darunter der französische Kommandierende, zahlten dafür mit ihrem Leben. Heute ist die Spicherer Höhe ein Ort der Besinnung und des Gedenkens. Sie ist eine Mahnstätte über die Sinnlosigkeit von Kriegen und „Erbfeindschaften", für ein friedliches Europa sowie die deutsch-französische Verständigung. Die wird konkret und unmittelbar oberhalb des Kampfgebietes vollzogen, wenn das beliebte Landgasthaus Woll geöffnet hat. Dann treffen sich Franzosen und Deutsche aus dem lothringisch-saarländischen Grenzgebiet und verstehen sich auch in ihren Mundarten.

Schlachtfelder bilden wie andere Unglücksstätten Anziehungspunkte für die Überlebenden und die Nachwelt. Dem Grusel wird eher gedacht, als den lobenswerten Ereignissen. Im kollektiven Gedächtnis der Saarländer ist aber weniger das Kampfgeschehen haften geblieben, als der humanitäre Einsatz von „Schulze-Kathrin", einer damals in Saarbrücken tätigen Hausangestellten, die selbstlos und unter Einsatz ihres eigenen Lebens auf dem Schlachtfeld hin- und herlief, um Verwundete beider Nationen zu versorgen.

Opfer-Gedenkstätten auf der Spicherer Höhe
Opfer-Gedenkstätten auf der Spicherer Höhe

 

 

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Fotos: Florian Russi

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