Wer hat das noch nicht erlebt? Man ist mit dem Auto unterwegs und befindet sich plötzlich in einem Stau. Es geht weder vorwärts noch rückwärts. Ein Ausweichen ist nicht möglich. Man muss warten und warten. Was gerade jetzt nicht warten will, ist dieses menschliche Bedürfnis, der Druck in der Blase. Was tun? Da ist guter Rat teuer.
Preiswert und effektiv ist da eine Erfindung, die der Saarländer Jörg Clessienne zusammen mit zwei Kollegen erdacht und entwickelt hat. In seinem Wohnort Rehlingen-Siersburg gründete er die Firma „HelpDirect“, die dem genannten Problem effektiv entgegen geht. Das Prgogramm von „HelpDirect“ nennt sich „Toilette für unterwegs“. Es besteht aus Urintrichtern, die auf die jeweils Betroffenen exakt angepasst sind. Entsprechend tragen sie spezielle Namen: „Adamus“ für ihn, „Evamus“ für sie und „Minimus“ für den Nachwuchs. Schließlich müssen sie alle. Das Gute ist, dass sie mit dem HelpDirect-Konzept, zu dem noch der Artikel „Pipi-Lisy“ dazugehört, es unbeschwert auch können.
Clessienne ist nicht nur gelernter Kaufmann. Er ist auch Idealist. Deshalb verwendet er nur Materialien, die in Deutschland hergestellt wurden und der Versand erfolgt über ein Beschäftigungsprojekt der Diakonie für Behinderte.
Eine nützliche Idee, ein sinnvolles System, ein großer Bedarf. Der Handel jedenfalls zeigte schon erhebliches Interesse. Das Saarland profitiert davon.
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