Saarland-Lese

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Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Sudelfels

Sudelfels

Florian Russi

Heilige Quelle

Auf dem Saarlouiser Gau, in der Nähe des Dorfes Ihn in der Gemeinde Wallerfangen findet sich ein Zeugnis aus keltisch-römischer Zeit, genannt Sudelfels. Es sind die Ruinen einer Kultstätte um eine Quelle, die den gallo-römischen Einwohnern des Gebiets heilig war. Verehrt und genutzt wurde sie vom 2. bis zum 4. Jahrhundert. Die Menschen huldigten dort mehreren Gottheiten, vor allem der keltischen Quell-und Muttergöttin Sirona und der ebenfalls dem keltischen Götterglauben entstammenden Fruchtbarkeits- und Wohlstandsgöttin Rosmerta. Sie wurde zumeist zusammen mit dem obersten Kelten Gott Teutates dargestellt. Die Römer haben Teutates mit ihrem Gott Merkur gleichgesetzt. Merkur war Götterbote und für den Handel und damit auch für den Wohlstand zuständig.
Aus den Inschriften, die in dem Quellheiligtum gefunden wurden, weiß man, dass dort auch die römischen Gottheiten Apoll (Gott des Lichts, der Reinheit und der Heilkunst), Minerva (Göttin des Gewerbes und der Weisheit) und Silvanus (Gott des Waldes) verehrt wurden. Das deutet darauf hin, dass der Sudelfels eine vielseitige und bedeutsame Kultstätte war. Es wurden hier rituelle Bäder oder Trinkkuren vorgenommen, die äußere und innere Reinigungen, Fruchtbarkeit und Wohlstand zum Ziel hatten. Auch hier zeigte sich, dass das heutige Saarland schon in früher Zeit ein kulturell hochentwickeltes Gebiet war. (s. auch: Wo sonst auf der Welt?)
HinweisschildSirona-Brunnen Rekonstruktionsversuch

 

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Fotos: Florian Russi

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