Saarland-Lese

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Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

David Oppenheimer

David Oppenheimer

Herbert Kihm

ein großer Sohn Blieskastels, Bürgermeister von Vancouver/Kanada

David Oppenheimer-Statue im Stanley Park in Vancouver
David Oppenheimer-Statue im Stanley Park in Vancouver

 

David Oppenheimer, eines von zehn Kindern einer jüdischen Kaufmannsfamilie, wurde am 1. Januar 1834 in Blieskastel geboren.

Die Familie wandert 1848 in die Vereinigten Staaten aus, zuerst nach New Orleans, dann nach Kalifornien. 1858 zog David wahrscheinlich nach Victoria auf Vancouver Island, wo sein Bruder Charles ein Handelsunternehmen gegründet hatte.

Als wegen des Goldrausches in British Columbia immer mehr Menschen dorthin strömten, gründeten die Brüder weitere Geschäfte im Landesinnern, um Siedler und Goldsucher zu versorgen.

David Oppenheimer war ein wichtiger Geschäftsmann der Canadian Pacific Railway, die in den 1880er Jahren eine transkontinentale Bahnstrecke baute. 1885 verlegten die Brüder ihren Firmensitz an die zukünftige Endstation, in das kleine Dorf Granville, dem heutigen Vancouver. 1887 eröffneten sie dort den ersten Gemüsegroßhandel der Stadt.

David Oppenheimer, der auch in der Lokalpolitik aktiv war, wurde 1887 zum Bürgermeister der Stadt Vancouver gewählt. In seiner Amtszeit baute er die Wasserversorgung aus und förderte die Ansiedlung von Industriebetrieben. Als geachteter Philanthrop schenkte er der Stadt zahlreiche, sich im Besitz seiner Familie befindlich Grundstücke um dort Schulen und Parkanlagen(Stanley Park) zu errichten.

Darüber hinaus gründete er die Vancouver Electric Railway and Light Company, die die erste Straßenbahnlinie eröffnete und elektrischen Strom produzierte. Das Unternehmen, die heutige British Columbia Hydro and Power Authority, besitzt 1,7 Mio. Kunden und versorgt so 95% der Kunden in der kanadischen Provinz British Columbia mit Energie.

David Oppenheimer starb am 31.Dezember 1897 in Vancouver.

Der Gemüsegroßhandel, der sich noch immer in Familienbesitz befindet, existiert unter dem Namen The Oppenheimer Group noch heute.

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Bildnachweise:
- Vorschaubild: David Oppenheimer ca. 1890
- David Oppenheimer Statue, Urheber Bobanny, (gemeinfrei)

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