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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Sonnenhof

Sonnenhof

Anne Katrin Luxenburger

Landhaus und Restaurant im Dreiländereck

Etwa 20 Kilometer von der Kreisstadt Merzig entfernt liegt Hellendorf, ein Ortsteil der Weinbaugemeinde Perl, die sich wortwörtlich im Herzen Europas, in der Saar-Lor-Lux-Region befindet. Es leben circa 300 Einwohner in dem beschaulichen Örtchen. Trotz der eher bescheidenen Größe des Dorfes ist es im gesamten Dreiländereck Luxemburg-Frankreich-Deutschland bekannt, denn hier befindet sich das Landhaus und Restaurant Sonnenhof.

Das Restaurant ist seit 1984 im Besitz der Familie Hensgen, die aus Borg stammt. Zunächst wurde das Restaurant, damals noch ohne Hotel, von Otto Hensgen und seiner Frau Margarethe betrieben. Zu dieser Zeit war es auch noch kein Restaurant, sondern eine Dorfkneipe. Nach fast 20 Jahren übergaben die Eheleute schließlich das Restaurant in die Hände ihres Sohnes Michael und seiner Frau Nicole, die 2007 dann zusätzlich den Hotelbetrieb aufnahmen. Das Drei-Sterne-Superior-Hotel verfügt seitdem über vier Einzel- und 13 Doppelzimmer, die nach Bedarf natürlich für Familien umgerüstet werden können.

Auf der Speisekarte findet man saisonale Gerichte, deren Zutaten von regionalen Lieferanten kommen. Daher ist es schon selbstverständlich, dass das Restaurant an der Regionalinitiative „Ebbes von Hei“ („Etwas von hier“) teilnimmt. Es handelt sich dabei um eine Initiative der Saar-Hunsrück-Region, die sich vom rheinland-pfälzischen Traben-Trarbach bis zum saarländischen Wadgassen erstreckt. Ziel dieses Projekts ist es möglichst viele heimische Produkte aus der Region anzubieten. Passend dazu befindet sich unweit des Gasthauses der Wanderweg „Saar-Hunsrück-Steig“, der sich über verschiedene Etappen hinweg zieht und durch die gesamte Region führt. Dieser Wanderweg ist insgesamt über 400 Kilometer lang.

Neben der Küchenchefin Susanne Quirin kocht auch die Hausherrin, die eigentlich gelernte Steuerfachgehilfin ist. Mit Anfang 20 lernte Nicole Stockemer ihren Mann kennen und ist seitdem Gastronomin mit Leib und Seele. Laut eigener Aussage macht ihr die Arbeit auch nach über zwei Jahrzehnten noch großen Spaß. Auch die Seniorchefin Margarethe Hensgen ist noch täglich in der Küche des Restaurants anzutreffen, denn sie ist für die Desserts zuständig, die sie alle selbst zubereitet.

Der Herr des Hauses ist eigentlich studierter Informatiker, arbeitet aber natürlich im Familienbetrieb. Er ist nicht nur für logistische Fragen zuständig, sondern auch für die Weinauswahl. Neben vielen regionalen Weinen befinden sich auf der handverlesenen Karte auch edle Tropfen aus Frankreich, Spanien und Italien.

Zu Beginn jedes neuen Jahres wird der sogenannte „Kulinarische Kalender“ herausgegeben. Darauf finden sich die Daten der feinschmeckerischen Höhepunkte. Dazu gehören beispielsweise die legendären Muschelwochen, oder das jährlich wiederkehrende traditionelle „Treipenessen“. „Treipen“ ist eine spezielle Art der Blutwurst, die extra zum Braten hergestellt wird. Diese und viele andere Köstlichkeiten sind auf der Speisekarte zu finden, die auf der Homepage eingesehen werden kann.

Unweit des Sonnenhofs befinden sich viele attraktive Sehenswürdigkeiten, für die die Region bekannt ist, wie beispielsweise die Ausgrabungsstätte Römische Villa Borg oder die Saarschleife. Durch die hervorragende Lage und den exzellenten Ruf des Hauses ist der Sonnenhof stets gut besucht und erfreut sich auch regelmäßig am Besuch internationaler Gäste.

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www.sonnenhof-perl.de

Quellen:
Gespräche und Interviews mit Nicole Stockemer, Betreiberin des Landhaus & Restaurant.
Zudem hat die Autorin mehrere Jahre in dem Restaurant mitgearbeitet.

Fotos:
Anne Kathrin Luxenburger


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