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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Karl Lohmeyer

Karl Lohmeyer

Herbert Kihm

Ein bedeutender Kunsthistoriker,

der erste Ehrendoktor der Universität des Saarlandes

Karl Lohmeyer wurde am 21. Januar 1878 in Saarbrücken geboren. Dort legte er am dortigen Ludwigsgymnasium 1897 sein Abitur ab.

Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten ließ er sich in Heidelberg als Kaufmann nieder, studierte aber nebenbei an der Ruprecht-Karls- Universität u.a. Kunstgeschichte. 1912 wurde er der erste hauptamtliche Direktor der „Städtischen Kunst- und Alterthümersammlung", die 1921 auf seinen Vorschlag hin in Kurpfälzisches Museum umbenannt wurde.

Nußberger Hof, Wohnhaus Karl Lohmeyers, erbaut nach eigenen Entwürfen im Stengel-Stil,
Nußberger Hof, Wohnhaus Karl Lohmeyers, erbaut nach eigenen Entwürfen im Stengel-Stil,

1934 verlegte er dann seinen Wohnsitz zurück nach Saarbrücken (Nußberger Hof), wo er sich volkskundlichen und kunsthistorischen Forschungen der Region widmete (s. Beitrag: Der Schlossgarten auf dem Großen Stiefel).

Karl Lohmeyer erfuhr zahlreiche Ehrungen, beispielhaft seien hier erwähnt die Ehrenbürgerschaft der Städte Saarbrücken (1952), Heidelberg und Ottweiler (jeweils 1953). Lohmeyer war übrigens der erste Ehrendoktor der Universität Saarbrücken (1957).

Verdient machte sich Karl Lohmeyer insbesondere um die Wiederentdeckung der Malerei des „Heidelberger Barock" und der „Heidelberger Romantik". Er gilt als der Wiederentdecker des Saarbrücker Barockbaumeisters Friedrich Joachim Stengel. Seine Monographie über ihn gilt bis heute als Standartwerk (Karl Lohmeyer, Friedrich Joachim Stengel, Düsseldorf, 1911, Reprint, hrsg. von P. Volkelt, 1982).

Epochemachend war auch Lohmeyers Edition der Briefe Balthasar Neumanns, die in den Jahren 1911 bis 1921 erschien (Karl Lohmeyer, Briefe Balthasar Neumanns an Friedrich von Schönborn, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg und Dokumente aus den ersten Baujahren der Würzburger Residenz, Gebr. Hofer Verlagsanstalt, Saarbrücken, 1921).

Karl Lohmeyer starb am 8. November 1957 in Saarbrücken. Sein Grab befindet sich auf dem alten Friedhof St. Johann.

 

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Vorschaubild: Karl Lohmeyer. Porträt in Saarländische Biografien. Quelle: Festschrift für Karl Lohmeyer, hg. von Karl Schwingel, Saaarbrücken, 1954.