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Luther im Himmel

Das jünste Gericht

Christoph Werner

Der große Reformator steht vor dem jüngsten Gericht; er ist angeklagt, auf Erden wahrhaft unchristlich gehandelt zu haben, da er Hexen, Juden und andere Gegner zu ersäufen oder zu pfählen empfahl. Nun muss er sich vor Gott rechtfertigen, warum er gegen das biblische Gebot der Nächstenliebe verstoßen habe.

Weihnachten im Saarland

Weihnachten im Saarland

Nikolaus Fox

Die Metten in der Nacht, die alten herrlichen Kirchenlieder, in denen der Schrei nach Erlösung und Frieden widerhallt, bewegen eindringlich das Gemüt des Volkes. Inbrünstig singt die Gemeinde am frühen Morgen des Weihnachtstages das altdeutsche Lied:

„Es ist ein Ros entsprungen
Aus einer Wurzel zart,
Wie uns die Alten sungen,
Aus Jesse kam die Art,
Und hat ein Blümlein bracht
Wohl in dem kalten Winter,
Es war zur halben Nacht!"

Die Predigt des Geistlichen ergänzt die weihnachtliche Stimmung; im übrigen ist die Weihnachtsfeier im Saarlande nicht anders geartet als das Fest in anderen deutschen Landschaften. Besondere, landschaftlich eigenartige Weihnachtslieder sind an der Saar nicht bekannt; wir erwähnen das Saarbrücker Kinderlied:

„Krischtkinnche, komm in unser Haus,
Leer dei golde Säckelche aus,
Stell dei Eselche uff de Mischt,
Daß es Hei unn Hawer frißt.
Hei unn Hawer frißt es nit,
Zuckerbretzel kriegt es nit."

Wie am Nikolaustage, so sind auch am Weihnachtsfeste die „Poppen unn Hasen" (Puppen und Hasen) das charakteristische Weihnachtsgebäck. Der Weihnachtsbaum ist mit Flitter und „Bullen" geschmückt, und meistens ist ein Kripplein unter dem Baum errichtet.

 

 

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Literatur: Saarländische Volkskunde von Nikolaus Fox; unveränderter Nachdruck der Ausgabe von 1927, Saarbrücker Druckerei und Verlag GmbH

Vorschaubild: Rita Dadder

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