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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

St. Nikolaus im Warndt

St. Nikolaus im Warndt

Florian Russi

Wo der Weihnachtsmann seine Post holt

St. Nikolausstatue in St. Nikolaus
St. Nikolausstatue in St. Nikolaus
Mitten im Warndt, einem 5000 Hektar großen Waldgebiet im Grenzland des Saarlands und Lothringens liegt die 960 Einwohner (2012) zählende Gemeinde St. Nikolaus. Sie ist die älteste Ansiedlung in dieser Gegend. Im Jahr 1270 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. Im selben Jahr wurde hier, in der Nähe eines Jagdhauses der Grafen von Saarbrücken, eine Kapelle errichtet und dem Heiligen Nikolaus geweiht. Nikolaus war und ist der Schutzpatron mehrerer Völker, vieler Berufe und sozialer Gruppen sowie der Region Lothringen. Um die Kapelle bildete sich eine klösterliche Gemeinschaft von Benediktinern, die sich u. a. um die Pilger kümmerten, welche die Kapelle des beliebten Heiligen aufsuchten. Nach der Reformation - die Grafen von Saarbrücken hatten sich dem Protestantismus zugewandt - verließen die Benediktiner den Ort. Kapelle und Kloster verfielen.
Förderturm der stillgelegten Grube bei St. Nikolaus
Förderturm der stillgelegten Grube bei St. Nikolaus

Im Jahr 1696 ließen sich dann erstmals mehrere Familien im Umfeld der Ruinen nieder. Es waren zunächst Bauern und Waldarbeiter. Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewann dann der Bergbau in der Region zunehmende Bedeutung. Im Gebiet von St. Nikolaus wurden Eisenerz abgebaut und ein Schacht führte unmittelbar zur nahe gelegenen „Grube Warndt", eines der bedeutendsten Kohleabbaugebiete des Saarlandes. Die Grube war bis 2005 in Betrieb, im Jahr 2012 fand der traditionsreiche Bergbau an der Saar sein endgültiges Ende.

Seit 1974 ist St. Nikolaus Teil der Gemeinde Großrosseln. Der Warndt ist inzwischen vor allem als Naherholungs- und Wandergebiet begehrt. Das Dorf St. Nikolaus hat seine Bedeutung als Trägerin eines bedeutenden Namens behalten.  

Kirche St. Nikolaus
Kirche St. Nikolaus
Der Heilige Nikolaus lebte im 3. und 4. Jahrhundert zur Zeit der römischen Kaiser Diokletian und Konstantin I. Er war Bischof von Myra, einer Stadt in der römischen Provinz Lykien. Heute trägt sie den Namen Demre und gehört zur türkischen Provinz Antalya. Vom historischen Nikolaus ist nur wenig bekannt. Er soll ein großer Wohltäter gewesen sein und dabei auch sein eigenes Vermögen eingesetzt haben. Unzählige Legenden ranken sich um ihn. Sechs Orte in Deutschland verehren ihn durch ihren Namen, drei davon heißen St. Nikolaus. In der christlichen Welt lebt er vor allem als Freund und Geschenkeüberbringer für Kinder fort.
Holzskulptur des Namenspatrons in St. Nikolaus
Holzskulptur des Namenspatrons in St. Nikolaus
Weil er den Kindern so wichtig ist, hat die Gemeinde St. Nikolaus im Saarland nur für ihn ein eigenes Postamt gegründet. Hierhin schreiben vor allem in der Weihnachtszeit Kinder aus vielen Ländern und teilen dem Heiligen Mann ihre Wünsche und Sorgen mit. Antwort erhalten sie von dessen freiwilligen Helfern. Besonders begehrt sind Briefe, deren Stempel das Datum vom 6. Dezember, dem Todes- und Gedenktag des Nikolaus von Myra tragen.
Seine Adresse:
An den Nikolaus
66351 St. Nikolaus
www.Nikolauspostamt.de

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Fotos: Florian Russi

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