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Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


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Gefangen im Netz der Dunkelmänner

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Rundgang durch Alt-Saarbrücken

Rundgang durch Alt-Saarbrücken

Rita Dadder

 

Die Ludwigskirche ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Sie gilt als einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten in Deutschland.

 Die Ludwigskirche und der sie umgebende Ludwigsplatz wurden von Friedrich Joachim Stengel entworfen. Fertiggestellt wurde der Bau 1775 unter Ludwig von Nassau-Saarbrücken, nach dem er auch benannt ist..

 

Der Platz mit dem barocken Ambiente, zu dem auch das Gebäude der Staatskanzlei gehört (rechts im Bild), ist heute Marktplatz und Bürgertreffpunkt. Hier haben auch schon die saarländischen Bergleute demonstriert.

 

In der Schlosskirche befindet sich auch ein Museum. Hier sind neben Darstellungen der über 500-jährigen Geschichte der Kirche Objekte der sakralen Kunst aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt.

 

Das alte Rathaus am Schlossplatz ist 1749/50 nach Entwürfen von Friedrich Joachim Stengel neu errichtet worden.

 

Einst Herrschaftssitz der Grafen von Nassau-Saarbrücken dient das Saarbrücker Schloss heute als Verwaltungssitz, Kulturplatz und Veranstaltungsstätte für Tagungen und Festabende.

 

 

Saarbrücken wurde erstmals im Jahre 999 als "Castellum Sarrabrucca" erwähnt. Aus der Burg entwickelte sich im 17. Jh. ein Renaissanceschloss, das im 18. Jh. durch eine von Baumeister Stengel geplante Barockresidenz ersetzt wurde. Der moderne Mittelbau, entworfen von Gottfried Böhm, wurde 1989 eingeweiht.

 

Der Schlossgarten präsentiert sich als idyllische Gartenanlage mit beeindruckenden Ausblicken.

 

Aussicht vom Schlossgarten über die Saar. Im Blick: Das Staatstheater Saarbrücken.

 

Die Schlosskirche vom Schlossgarten aus gesehen. Der spätgotische Bau aus dem 15. Jahrhundert erhielt 1743 eine von Stengel entworfene barocke Turmhaube. Beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche mit farbenprächtigen Fenstern von Georg Meistermann ausgeschmückt.

 

Unterhalb der Schlossmauer führt die Franz-Josef-Röder-Straße am Landtagsgebäude vorbei. Noch etwas tiefer verläuft die Stadtautobahn, die bei Hochwasser nicht selten von der Saar überspült wird.

 

Der Landtag des Saarlandes, 1866 als Casino erbaut, ist Sitz des Landesparlamentes mit gegenwärtig 5 Parteien (Stand 2011).

 

Das Saarbrücker Schloss und die Schlossmauer vom Landtag aus gesehen.

 

Die Felswand der Schlossmauer schützte vor Hochwasser und demonstrierte den Saarschiffern die Macht der Landesherren.

Um den steinernen Kopf an der Schlossmauer rankt sich die Sage vom geizigen Bäcker von Saarbrücken.

 

Die "Alte Brücke" wurde 1546-48 auf Veranlassung von Kaiser Karl V. erbaut. Sie ist die älteste erhaltene Brücke im Saarland. Mindestends zweimal zerstört und wieder aufgebaut, diente sie über mehrere Jahrhunderte als wichtige Fernverkehrsstraße über die Saar.

 

Für den Bau der Stadtautobahn wurden 1962 Teile der Alten Brücke geopfert. Seitdem dient sie nur noch als Fußgängerbrücke, über die man rasch von Alt-Saarbrücken in den Stadtteil St. Johann ins Stadtzentrum der Landeshauptstadt gelangen kann.

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Fotos: Rita Dadder

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