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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Rundgang durch Alt-Saarbrücken

Rundgang durch Alt-Saarbrücken

Rita Dadder

 

Die Ludwigskirche ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt. Sie gilt als einer der bedeutendsten barocken Kirchenbauten in Deutschland.

 Die Ludwigskirche und der sie umgebende Ludwigsplatz wurden von Friedrich Joachim Stengel entworfen. Fertiggestellt wurde der Bau 1775 unter Ludwig von Nassau-Saarbrücken, nach dem er auch benannt ist..

 

Der Platz mit dem barocken Ambiente, zu dem auch das Gebäude der Staatskanzlei gehört (rechts im Bild), ist heute Marktplatz und Bürgertreffpunkt. Hier haben auch schon die saarländischen Bergleute demonstriert.

 

In der Schlosskirche befindet sich auch ein Museum. Hier sind neben Darstellungen der über 500-jährigen Geschichte der Kirche Objekte der sakralen Kunst aus mehreren Jahrhunderten ausgestellt.

 

Das alte Rathaus am Schlossplatz ist 1749/50 nach Entwürfen von Friedrich Joachim Stengel neu errichtet worden.

 

Einst Herrschaftssitz der Grafen von Nassau-Saarbrücken dient das Saarbrücker Schloss heute als Verwaltungssitz, Kulturplatz und Veranstaltungsstätte für Tagungen und Festabende.

 

 

Saarbrücken wurde erstmals im Jahre 999 als "Castellum Sarrabrucca" erwähnt. Aus der Burg entwickelte sich im 17. Jh. ein Renaissanceschloss, das im 18. Jh. durch eine von Baumeister Stengel geplante Barockresidenz ersetzt wurde. Der moderne Mittelbau, entworfen von Gottfried Böhm, wurde 1989 eingeweiht.

 

Der Schlossgarten präsentiert sich als idyllische Gartenanlage mit beeindruckenden Ausblicken.

 

Aussicht vom Schlossgarten über die Saar. Im Blick: Das Staatstheater Saarbrücken.

 

Die Schlosskirche vom Schlossgarten aus gesehen. Der spätgotische Bau aus dem 15. Jahrhundert erhielt 1743 eine von Stengel entworfene barocke Turmhaube. Beim Wiederaufbau nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche mit farbenprächtigen Fenstern von Georg Meistermann ausgeschmückt.

 

Unterhalb der Schlossmauer führt die Franz-Josef-Röder-Straße am Landtagsgebäude vorbei. Noch etwas tiefer verläuft die Stadtautobahn, die bei Hochwasser nicht selten von der Saar überspült wird.

 

Der Landtag des Saarlandes, 1866 als Casino erbaut, ist Sitz des Landesparlamentes mit gegenwärtig 5 Parteien (Stand 2011).

 

Das Saarbrücker Schloss und die Schlossmauer vom Landtag aus gesehen.

 

Die Felswand der Schlossmauer schützte vor Hochwasser und demonstrierte den Saarschiffern die Macht der Landesherren.

Um den steinernen Kopf an der Schlossmauer rankt sich die Sage vom geizigen Bäcker von Saarbrücken.

 

Die "Alte Brücke" wurde 1546-48 auf Veranlassung von Kaiser Karl V. erbaut. Sie ist die älteste erhaltene Brücke im Saarland. Mindestends zweimal zerstört und wieder aufgebaut, diente sie über mehrere Jahrhunderte als wichtige Fernverkehrsstraße über die Saar.

 

Für den Bau der Stadtautobahn wurden 1962 Teile der Alten Brücke geopfert. Seitdem dient sie nur noch als Fußgängerbrücke, über die man rasch von Alt-Saarbrücken in den Stadtteil St. Johann ins Stadtzentrum der Landeshauptstadt gelangen kann.

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Fotos: Rita Dadder

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