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London kommt!

Pückler und Fontane in England

Klaus-Werner Haupt

Hardcover, 140 Seiten, 2019

Im Herbst 1826 reist Hermann Fürst von Pückler-Muskau erneut auf die Britischen Inseln, denn er ist auf der Suche nach einer vermögenden Braut. Aus der Glücksjagd wird eine Parkjagd, in deren Folge die Landschaftsgärten von Muskau und Branitz entstehen. Auch die Bewunderung für die feine englische Gesellschaft wird den Fürsten zeitlebens begleiten.

Theodor Fontane kommt zunächst als Tourist nach London, 1852 als freischaffender Feuilletonist, 1855 im Auftrag der preußischen Regierung. Seine journalistische Tätigkeit ist weitgehend unbekannt, doch sie bietet ein weites Feld für seine späteren Romane.

Die vorliegende Studie verbindet auf kurzweilige Art Biografisches mit Zeitgeschehen. Die Erlebnisse der beiden Protagonisten sind von überraschender Aktualität.

Die „Franziskaner-Klosterkirche“, die sogenannte „Schlosskirche“ in Blieskastel

Die „Franziskaner-Klosterkirche“, die sogenannte „Schlosskirche“ in Blieskastel

Herbert Kihm

Reichsgraf Franz Carl von der Leyen gelang es 1775 Franziskaner-Rekollekten der rheinischen Provinz zur Gründung eines Klosters nach Blieskastel zu gewinnen. Er wollte so nicht nur für mehr Bildung in seiner Residenzstadt sorgen, sondern diese auch kulturell aufwerten.

Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 3.Juni 1776, rund ein Jahr nach dem Tod des Reichsgrafen, durch seine Gattin Reichsgräfin Marianne. Die Planung und die Bauleitung oblagen Peter Reheis, einem Schüler Friedrich Joachim Stengels, dem Erbauer u.a. der Ludwigskirche in Saarbrücken. Die Schlosskirche fügt sich nahtlos in das barocke Ensemble der Schlossbergstraße ein, und sie gilt als einer der bedeutendsten spätbarocken Sakralbauten des Saarlandes.

„Sie ist ein Saalbau mit eingezogenem Polygonchor, reicher Westfassade mit Kolossalordnung, schwerem Triglyphengebälk und Giebelgeschoß mit Eckvoluten, streng klassizistischem Portal in Tempelarchitektur mit toskanischen Doppelsäulen, Architrav und Flachgiebel."¹ 

Besonders die außergewöhnlich gestaltete Fassade, die italienischen Barockfassaden nachempfunden wurde, wird im weiten Umkreis als einzigartig angesehen und besitzt sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal für die Kunst dieser Region im ausgehenden 18. Jahrhundert. Jedoch auch das Innere bietet kunsthistorisch wertvolle Objekte. 

Rechts neben dem Eingang ist eine Marmortafel zur Erinnerung an Joseph Kardinal Wendel (1901-1960), Bischof von Speyer, Erzbischof von München und Freising, der hier getauft wurde, angebracht.

In der Krypta der Kirche befindet sich neben Grabkammern von Franziskanerpatres auch seit 1784 die Grabkammer von Franz Carl von der Leyen. Die sterblichen Überreste der Reichsgräfin Marianne von der Leyen, die 1804 in Frankfurt starb, wurden 1981 nach Blieskastel überführt und befinden sich nun in einem Sandsteinsarkophag neben der Grablege ihres Gatten.

 

*****

¹ Seite „Schlosskirche (Blieskastel)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Dezember 2010, 19:44 UTC.

Textquellen:
- wikipedia
- offizielle Website der Stadt Blieskastel

Bilder:
Fredi Brabänder

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