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Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


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Die „Franziskaner-Klosterkirche“, die sogenannte „Schlosskirche“ in Blieskastel

Die „Franziskaner-Klosterkirche“, die sogenannte „Schlosskirche“ in Blieskastel

Herbert Kihm

Reichsgraf Franz Carl von der Leyen gelang es 1775 Franziskaner-Rekollekten der rheinischen Provinz zur Gründung eines Klosters nach Blieskastel zu gewinnen. Er wollte so nicht nur für mehr Bildung in seiner Residenzstadt sorgen, sondern diese auch kulturell aufwerten.

Die Grundsteinlegung der Kirche erfolgte am 3.Juni 1776, rund ein Jahr nach dem Tod des Reichsgrafen, durch seine Gattin Reichsgräfin Marianne. Die Planung und die Bauleitung oblagen Peter Reheis, einem Schüler Friedrich Joachim Stengels, dem Erbauer u.a. der Ludwigskirche in Saarbrücken. Die Schlosskirche fügt sich nahtlos in das barocke Ensemble der Schlossbergstraße ein, und sie gilt als einer der bedeutendsten spätbarocken Sakralbauten des Saarlandes.

„Sie ist ein Saalbau mit eingezogenem Polygonchor, reicher Westfassade mit Kolossalordnung, schwerem Triglyphengebälk und Giebelgeschoß mit Eckvoluten, streng klassizistischem Portal in Tempelarchitektur mit toskanischen Doppelsäulen, Architrav und Flachgiebel."¹ 

Besonders die außergewöhnlich gestaltete Fassade, die italienischen Barockfassaden nachempfunden wurde, wird im weiten Umkreis als einzigartig angesehen und besitzt sicherlich ein Alleinstellungsmerkmal für die Kunst dieser Region im ausgehenden 18. Jahrhundert. Jedoch auch das Innere bietet kunsthistorisch wertvolle Objekte. 

Rechts neben dem Eingang ist eine Marmortafel zur Erinnerung an Joseph Kardinal Wendel (1901-1960), Bischof von Speyer, Erzbischof von München und Freising, der hier getauft wurde, angebracht.

In der Krypta der Kirche befindet sich neben Grabkammern von Franziskanerpatres auch seit 1784 die Grabkammer von Franz Carl von der Leyen. Die sterblichen Überreste der Reichsgräfin Marianne von der Leyen, die 1804 in Frankfurt starb, wurden 1981 nach Blieskastel überführt und befinden sich nun in einem Sandsteinsarkophag neben der Grablege ihres Gatten.

 

*****

¹ Seite „Schlosskirche (Blieskastel)". In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Dezember 2010, 19:44 UTC.

Textquellen:
- wikipedia
- offizielle Website der Stadt Blieskastel

Bilder:
Fredi Brabänder

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Schloßbergstraße 47
66440 Blieskastel

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