Saarland-Lese

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Unser Leseangebot

Saarbrücken

Die 99 besonderen Seiten der Stadt

Rita Dadder und Florian Russi

Saarbrücken, Landeshauptstadt des Saarlandes und unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze gelegen, ist eine Stadt mit vielen Reizen. Es hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Von Goethe wurde es besucht und beschrieben und von Kaiser Barbarossa teilweise zerstört. Heute ist Saarbrücken eine moderne Metropole mit Universität, Museen und vielfältiger Kultur. Hier lebt man nach der Devise: »Wir wissen, was gut ist«, ist gastfreundlich und lässt sich gerne »entdecken«.


Unser Leseangebot

Das Kräuterweib vom Hexenberg, Band 2

Bedeutung und Anwendung von Heil- und Gewürzpflanzen

Diese übersichliche kleine Broschüre vermittelt althergebrachtes Wissen um die Zubereitung und Wirkung hiesiger Kräuter und Heilpflanzen.

Wie schon im ersten Heft sind hier Tipps für die Herstellung eigener Hausmittelchen gegen allerhand Alltagszipperlein, wie Erkältungen, Husten, Rheumaschmerzen, Insektenstiche, Nervenleiden oder Hautprobleme gesammelt.

Beim Patric

Beim Patric

Herbert Kihm

Eine kulinarische Perle in Blieskastel

Bekanntlich gilt Blieskastel als barockes Kleinod im Biosphärenreservat Bliesgau, der darüber hinaus eine Fülle von hervorragenden Restaurants vorweisen kann. Jetzt zu sagen, dass Blieskastel dabei ein Glanzlicht auf der Karte der Gourmets ist, hieße Schnecken nach Metz treiben. Sicherlich erinnern sich einige der Leserinnen und Leser mit Wehmut an die legendären Gaststätten „Zum Schwalb“, wo Theo als dichtender Koch in der Küche herrschte oder an das „Hotel zur Post“ in der Regie von Inge Heisel. Diese Tradition lebt weiter und auch heutzutage lohnt eine kulinarische Visite nach Blieskastel.

Hier erwartet den Gast nicht nur ein vom Guide Michelin geadeltes Restaurant, hier findet er „Beim Patric“ im Mühleneck 11 auf jeden Fall bestes Handwerk vor. Dort steht der Patron Patric selbst am Herd und seine Frau Manuela ist für die gut sortierte Getränkekarte zuständig.

Manuela Brocker legt dabei Wert auf regionale Aspekte, d.h. zahlreiche Weine aus der Pfalz und der Mosel finden sich auf der Karte aber auch ein Gigondas Rouge, Domaine des Bosquets aus Frankreich, ein Selvarosa Reserva Salice Salentino aus Italien oder ein Exot wie The Chocolate Block aus Südafrika sind zu entdecken.

Im Oktober besuchte ich mit einigen Freundinnen und Freunden bei einem Wiedersehen in Blieskastel das Restaurant und hatte dabei Gelegenheit zu einem freundschaftlichen und informativen Gespräch vorab mit dem „Chef.“

Patric Brocker hat in vielen renommierten Häusern sein Handwerk gelernt, so unter anderem im Steigenberger Hotel Mannheim. Beide Kinder sind ebenfalls dem Metier treu geblieben, so arbeitet der Sohn im Augenblick im Hotel Adlon in Berlin. Für Patric Brocker ist der Fachkräftemangel ein Grund, dass er zurzeit an drei Tagen geschlossen hat, zudem sieht er in den steigenden Preisen eine kritische Phase auf die Gastronomie zukommen.
„Jeder Tag ist daher eine Herausforderung“ sagt er, wobei er selbst ein Muster an Disziplin ist, denn er hat nach eigenen Worten in 45 Jahren gerade mal 4 Tage gefehlt.

Wels im Kartoffelmantel
Wels im Kartoffelmantel

Nun aber zurück zu meinem Restaurantbesuch. Der Stil des Hauses ist eine Küche, in der sich französische und regionale Einflüsse in Harmonie vereinen. Patrick Brocker nutzt dabei nur frische Produkte, bevorzugt Erzeugnisse aus dem eigenen Garten, sodass der originäre Geschmack des Gerichtes nicht verfälscht wird.

Von Paul Bocus stammt der Satz:“Es ist keine gute Küche, wenn sie nicht aus Freundschaft zu demjenigen, für den sie bestimmt ist, gemacht wurde.“
Beim Patrick spürt man diese Intention bei jedem seiner Gerichte!

Himbeerparfait
Himbeerparfait

Während meine Freunde sich für die „Moules frites“ und das Lachsfilet entschieden, fiel meine Wahl auf das Welsfilet im Kartoffelmantel, das mit einem kleinen Salat serviert wird, gekrönt mit einer Blüte der Kapuzinerkresse. Das Welsfilet wird in einem Kartoffelmantel aus Bintje Kartoffeln, saisonalem Gemüse und frischen Kräutern gebraten. Dieses Gericht ist geschmacklich und optisch ein echtes „Highlight“; hier zeigt sich dabei eine perfekte Symbiose des leidenschaftlichen Anglers und des meisterhaften Kochs!

Einen perfekten Abschluss dann durch das fruchtige Dessert, das sowohl das Auge als auch den Gaumen erfreute. Das Himbeerparfait ist eine wunderbare Kreation, die mit frischen Früchten, Beeren, Feigen und Äpfeln, zubereitet wird.

Beim Verlassen des Restaurants konnten wir dem Zitat von Virginia Wolf uneingeschränkt zustimmen: “Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat.“

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Kontakt:

☎ +49 6842 51744
✉ restaurant.beim.patric@gmail.com
www.beim-patric.de
Mühleneck 11, 66440 Blieskastel

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Fotos: Herbert Kihm

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