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Kennst du Antoine
de Saint-Exupéry?

Karlheinrich Biermann

Großer Beliebtheit erfreut sich noch heute die Geschichte vom kleinen Prinzen, jenem philosophischen Märchen, das von Liebe, Freundschaft und Tod handelt. Darin geht Saint Exupery der Frage nach dem Sinn des Lebens nach und blickt zurück auf sein eigenes: das Abenteuer einer Bruchlandung, das Überleben in der Wüste, die Sehnsucht nach der verlorenen Liebe … all das war dem Autor nur allzu vertraut.

November

November

Herbert Kihm

"Quod sumus, hoc eritis. Fuimos quandoque, quod estis."

(Was wir sind, werdet ihr sein. Was ihr seid, waren wir einst.)


***

Wie winscht ma sisch doch ab un zu,
ned nur middas endlich Ruh!

Ma schafft und rafft fier Hab un Gut
Oft meh als gut em schließlisch dut.

*

De Heinz,der glaabt sisch unendberlisch,
bei jedem Anlass zeichd’r sisch.

Selbschd wenn Oma Emma hunnertänns,
doo isch‘r doo, er zeischd Präsenz.

Nadierlisch isch’s ihm einerlei,
denn selbscht de Sunnda bleibt ned frei,

dann singt er mit im Kärschechor,
mit seinem schdrahlenden Tenor.

Bei jedem Feschd isch er debei,
sei Körper isch’m enerlei.

Un wann se dann am Schdamdisch sitze,
kommt er so rischdisch erscht in’s Schwitze.

Doch pletlisch, trefft ne middedrin -
obgleich grad wischdisch der Termin-

de Schlaach - un fällt ne wie a Baam!
Trotzdem‘s ned passend in de Kraam.

Jetzt hat’er Ruh un ewig frei –
Nur am Graab – doo war er noch debei!


*****

Vorschaubild: Herbert Kihm