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Goethe hat ihn bewundert

Goethes Begegnungen mit Felix Mendelssohn Bartholdy.

Horst Nalewski

Der Musikkenner und international geachtete Literaturwissenschaftler Horst Nalewski erzählt anhand fünf ausgewählter Beispiele von dem außergewöhnlichen Aufeinandertreffen und Zusammenwirken zweier Künstler. Eine CD mit den Musikstücken liegt diesem Büchlein bei.

Der Lulustein in Alt-Saarbrücken

Der Lulustein in Alt-Saarbrücken

Florian Russi

Gedenken an ein Kriegsereignis

Lulu ist eine Koseform des Vornamens Louis. So wurde auch der einzige Sohn des französischen Kaisers Napoleon III. gerufen. Sein voller Name war Napoléon Eugène Louis Bonaparte.

Als der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 ausbrach, reiste der Vater an die Front bei Saarbrücken und nahm auch seinen damals 14-jährigen Sohn mit. Der sollte sich frühzeitig mit der Kriegsführung vertraut machen. Es wurde ihm die Ehre zuteil, von der Anhöhe „Bellevue“ (Schöne Aussicht) aus den ersten Kanonenschuss auf die unterhalb gelegene Saarbrücker Innenstadt abzufeuern. Das tat der junge Prinz und es hieß, dass er darauf sehr stolz gewesen sei. Anderen Berichten zufolge hat er sich dabei in die Hosen gemacht. Wo die Kanonenkugel landete, ist nicht überliefert. Immerhin soll sie eindeutig nach vorne losgegangen sein. An der Stelle, an der sich dies ereignete, wurde später von Saarbrücker Bürgern der „Lulustein“ aufgestellt.

Dem kaiserlichen Prinzen brachte die militärische Erfahrung kein Glück. Nach dem Krieg musste Napoleon III. mit seiner Familie ins Exil nach England ausweichen. Lulu wurde britischer Offizier und nahm freiwillig am Zulukrieg in Südafrika teil. Dort wurde er von Zulukämpfern mit 18 Speerstichen ums Leben gebracht. Er wurde nur 23 Jahre alt.

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Fotos: Florian Russi

Der Lulustein in Alt-Saarbrücken

Lulustein
66117 Saarbrücken

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