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Auf der Suche nach Fips

Eine liebevoll illustrierte Vorlesegeschichte in mehreren Kapiteln für Kinder ab 5

Fips ist verschwunden. Wo kann ein kleiner Mäusejunge wohl verlorengegangen sein. Seine Freunde machen sich auf die Such nach ihm und erleben dabei eine Menge Abenteuer.

Universität des Saarlandes

Universität des Saarlandes

Rita Dadder

Kernzentrum für Wissenschaft und Forschung

Eingangstor der Universität des Saarlandes
Eingangstor der Universität des Saarlandes

Sie ist eine der jüngeren deutschen Universitäten und verdankt ihre Entstehung der Gründung des heutigen Saarlandes. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand das Saarland in seinen heutigen Landesgrenzen (1947) als teilautonomer Staat unter der Dominanz Frankreichs. Die damalige Regierung sah den Bedarf für eine eigene Landesuniversität. Mit Unterstützung der Universität Nancy wurde deshalb 1947 eine Vorläuferin der heutigen Uni gegründet. Sie hatte ihren Sitz in Homburg. Der Unterricht fand in deutscher und französischer Sprache statt. 1948 wurde der Hauptteil der Universität in die Landeshauptstadt Saarbrücken verlegt. In Homburg blieb nur die Medizinische Fakultät. Für den Standort Saarbrücken fand man eine geniale Lösung: die ehemalige Below-Kaserne im St. Johanner Stadtwald. Deren Lage war die ideale Voraussetzung für das Entstehen eines Universitäts-Campus mit einer für deutsche Universitäten seltenen Einheitlichkeit. Zusätzliche Attraktivität gewann die Uni durch ihre Orientierung auf die deutsch-französische Zusammenarbeit und ihre Proklamation als „Europäische Universität“.

1951 wurde innerhalb der Juristischen Fakultät das „Europa-Institut gegründet, an dem Abschlüsse im Europarecht erworben werden können. Zu hohem Ansehen gelangte auch bald die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, die zur Spitzenklasse in Deutschland aufrückte. Unter den Professoren waren Persönlichkeiten wie Herbert Giersch, Günter Wöhe und Wolfgang Stützel.

An der Universität des Saarlandes studieren heute (2017) über 17.300 Personen. Davon stammen 18 % aus dem Ausland. Unterrichtet werden sie von 286 Professoren. Ihnen stehen rund 1.500 studentische Hilfskräfte zur Seite. Insgesamt beschäftigt die Uni über 3.000 Mitarbeiter. Der Jahresetat beträgt 357 Millionen Euro. Die Studiengebühr beträgt 208 € pro Semester, darin einbezogen ist ein Semesterticket für alle öffentlichen Verkehrseinrichtungen innerhalb des Saarlandes.

Die Gebäude der alten Below-Kaserne werden auch heute noch genutzt.
Die Gebäude der alten Below-Kaserne werden auch heute noch genutzt.

Das Studienangebot konzentriert sich heute auf 5 Fakultäten, die allerdings nicht mehr streng klassisch angelegt sind, sondern integrative und vernetzte wissenschaftliche Programme verfolgen. In den Vordergrund rückten in den vergangenen Jahren immer mehr die neuen Technologien. Namhafte Forschungsinstitute sind in die Universität integriert bzw. ihr eng verbunden. Dazu gehören das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz, das Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren, das Leibniz-Institut für neue Materialien und das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik. Von der Saarbrücker Uni hatte auch das internationale Software-Unternehmen Scheer seinen Ausgangspunkt.

Die Neuen Technologien sind zumeist in neu errichteten, modernen Gebäuden untergebracht.
Die Neuen Technologien sind zumeist in neu errichteten, modernen Gebäuden untergebracht.

Der Ruf der Universität des Saarlandes wurde durch weitere bedeutende Persönlichkeiten gestärkt. So war der frühere Rektor Werner Maihofer ein führender Reformer des deutschen Strafrechts und späterer Bundesinnenminister. Hans Zacher, der von 1963 – 71 in Saarbrücken Öffentliches Recht lehrte, wurde von 1990 – 96 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft und zum international anerkannten Experten des Sozialrechts. Die Sozialpsychologin Margret Wintermantel, von 2000 bis 2006 Präsidentin der Uni, wurde von 2006 bis 2012 Präsidentin der deutschen Hochschulrektorenkonferenz und 2012 zur Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der weltweit größten Förderorganisation für den Wissenschaftsaustausch.

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Fotos: Rita Dadder