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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Oldenburger Hof

Oldenburger Hof

Florian Russi

Wo nicht nur Saarländer und Oldenburger gerne essen

 

Oldenburg ist eine Stadt in Niedersachsen und zugleich auch der Name für die Region, welche diese Stadt umgibt. Vom „Oldenburger Hof" bis Oldenburg (Stadt) sind es 510 Kilometer. Wie kommt aber eine Gaststätte mit diesem Namen ins nordöstliche Saarland? Es hängt mit der verzwickten deutschen Geschichte zusammen. Bis ins 19. Jahrhundert war Deutschland in über 300 Fürstentümer, Grafschaften und Hoheitsgebiete aufgeteilt. Oldenburg war eine dieser Herrschaften. Auch das heutige Saarland war damals kein eigenes Staat, sondern in 20 Hoheitsgebiete aufgesplittet. Eines davon gehörte seit 1817 zum Fürstentum Birkenfeld und dieses wiederum unterstand dem Großherzogtum Oldenburg.

Das Recht, den Namen Oldenburger Hof zu führen, war ein fürstlich-oldenburgisches Privileg. Vergeben wurde es an das Ehepaar Schneider, das die Gaststätte schon 1807 errichtet hatte und deren Nachkommen sie bis heute bewirtschaften. So bewahrt das Haus auch ein Stück Geschichte.

Doch nicht nur die Geschichte macht die Attraktivität des Oldenburger Hofs aus. Er ist, wie die beigefügten Bilder zeigen, auch eine Stätte mit ansprechendem Ex- und Interieur sowie ein beliebtes Speiserestaurant mit guter Küche. Die Speisekarte bietet, wie es sich in diesem Fall gehört, ein kleines, aber abwechslungsreiches Speiseangebot, dazu ein umfangreiches Sortiment an ausgezeichneten Weinen. Auch an die Vorlieben der Saarländer wird gedacht. Immer gibt es auch regionale Spezialitäten. Letzthin fand ich „Gefüllte Klöße" auf der Karte. Im Saarland heißen sie schlicht „Gefillde". Mein Thüringer Reisebegleiter war davon angetan. Als ausgesprochen angenehm wurde von uns und dem Dritten in der Runde die freundliche Bedienung erlebt. 

Der Ort Selbach, in dem sich der Oldenburger Hof befindet, gehört zur Gemeinde Nohfelden. Das Restaurant liegt direkt an der Bundesstraße, die von Idar-Oberstein und Birkenfeld nach Saarbrücken und Merzig führt. In nächster Nähe liegt der viel besuchte Bostalsee, nicht weit ist es zur Abtei Tholey, zur St. Wendler Basilika (Dom) und zum Hunnenring. Es lohnt sich, hier eine Rast zu machen und ebenso empfiehlt es sich, vorher einen Tisch zu reservieren.

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Adresse:

Birkenfelder Straße 1
66625 Nohfelden
Tel: 06875 801
Internet: http://www.oldenburgerhof-selbach.de/

Geöffnet:

Mittwoch bis Freitag: 11.30 bis 14.00 Uhr
                             17.30 bis 22.00 Uhr
Samstag:                17.30 bis 22.00 Uhr
Sonntag & Feiertag: 11.30 bis 22.00 Uhr
Ruhetage:              Montag & Dienstag

 

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Fotos: Florian Russi