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Tee mit der Königin

Kurzgeschichten aus Wales herausgegeben und übersetzt von Frank Meyer und Angharad Price.

Das Ehrenamt im Fokus

Das Ehrenamt im Fokus

Ehrenamtliches Engagement und seine Förderung im Saarland


Prof. Dr. Johann F. Schneider (Interviewer) im Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer

 

Annegret Kramp-Karrenbauer ist seit 2011 Ministerpräsidentin des Saarlandes und Vorsitzende des CDU-Landesverbandes Saar. Sie studierte Politikwissenschaften und Öffentliches Recht. Seit 1999 sitzt sie im Landtag des Saarlandes. Mit einer Amtszeit von 11 Jahren war die heutige Ministerpräsidentin die dienstälteste Ministerin in der Geschichte des Saarlandes. Kramp-Karrenbauer ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.
 

1. Frau Ministerpräsidentin, freiwilliges bürgerschaftliches Engagement gehört untrennbar zur demokratischen Kultur. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zum Ehrenamt?
Porträt Annegret Kramp-Karrenbauer
Porträt Annegret Kramp-Karrenbauer

In meinem Heimatort Püttlingen, wie auch in allen anderen Gemeinden unseres Landes, spielt das Ehrenamt eine lebensbegleitende Rolle. Vielleicht übersehen oder vergessen wir manchmal, wer das ganze Jahr über in weiten Bereichen das kulturelle und soziale Leben ge¬staltet oder unseren Kindern, uns und schon unseren Eltern die Möglichkeit zum sportlichen Engagement gab. Vielleicht setzen wir zu selbstverständlich voraus, dass es eine stets einsatz¬bereite Freiwillige Feuerwehr gibt, dass ein Technisches Hilfswerk für Notfälle bereitsteht oder dass Helferinnen und Helfer unserer Sanitätsdienste wie selbstverständlich bei jeder größeren Veranstaltung vor Ort sind. Wir gehen davon aus, dass jemand bereit ist, in unseren Orts- und Gemeinderäten zu arbeiten, dass sich jemand um die Vereinskasse kümmert und das nächste Dorf- oder Stadtfest organisiert.

Das Ehrenamt prägt in ganz erheblichem Maße unser tägliches Leben, und wir sind uns dessen vielleicht nicht einmal bewusst. Mir persönlich geht es so, dass ich aufgrund durchweg guter Erfahrungen in meiner Kindheit und Jugend bereits eine eher intuitiv empfundene positive Einstellung gegenüber dem bürgerschaftlichen Engagement mitbringe, die sich dahingehend weiter gefestigt hat, dass ich es heute auch aus rationalen Gründen als unverzichtbar ansehe.

2. In Zeiten eines demographischen Wandels, von Fachkräftemangel und außerordentlichen öffentlichen Sparzwängen hat das Ehrenamt Hochkonjunktur: »Sahnehäubchen« oder »Billiglösung«? Wie beurteilen Sie ehrenamtliche Tätigkeit?

Unabhängig von äußeren Umständen oder gesellschaftlichen Entwicklungen ist die ehren-amtliche Tätigkeit bzw. das freiwillige Engagement eine wesentliche Facette der Selbstbestimmung jedes Einzelnen. Zunächst einmal geht es also um die persönliche Freiheit etwas zu tun, was man selbst für gut und richtig hält. Im günstigen Falle führt dieses Handeln sowohl zu einer wertvollen Bereicherung des eigenen Lebens, als auch zur Unterstützung und Stärkung der Gesellschaft. Dadurch wird die ehrenamtliche Tätigkeit zu einer gesellschaftlichen Ressource. Als freiwillige Übernahme von Verantwortung und gestaltende Kraft zum Wohl der Gemeinschaft, ist das Ehrenamt also auch wesentliches Merkmal aktiv gelebter Demokratie. Dennoch ist es keine Erfindung der Neuzeit oder in personelle Bedrängnis geratener Gesellschaften. Schon immer war es notwendig, dass sich Menschen gegenseitig helfen, auch ohne Bezahlung. Und das funktionierte zu allen Zeiten. Ich glaube, dass Hilfsbereitschaft in unterschiedlichen Ausprägungen im Grunde ein Teil der menschlichen Natur ist.

Ideal ist immer eine Kombination aus öffentlichem Engagement und bürgerschaftlichem Ehrenamt. Nur das eine oder das andere alleine wäre eine ungute Entwicklung. Es gilt also trotz aller Sparzwänge das Gleichgewicht zu halten

Briefmarke "Ehrenamt" der Deutschen Post AG aus dem Jahr 2008
Briefmarke "Ehrenamt" der Deutschen Post AG aus dem Jahr 2008

3. Wie erleben Sie das ehrenamtliche Engagement im Saarland allgemein? 

Fast 400.000 Saarländerinnen und Saarländer sind freiwillig engagiert. Prozentual betrachtet liegen wir damit auf dem 4. Platz im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Allerdings weist das Saarland auch schon seit einigen Jahren mit rund 9.000 Vereinen die höchste Vereinsdichte in Deutschland auf. Das macht sich natürlich positiv in vielerlei Hinsicht bemerkbar, sei es nun im Sport, in der Kultur, bei den Rettungs- und Hilfsdiensten, dem Katastrophenschutz, den freiwilligen Diensten des Gesundheits- und Sozialwesens oder im Umwelt- und Naturschutz.

Oft ist man sich der Präsenz und Vielgestaltigkeit ehrenamtlicher Tätigkeit gar nicht bewusst, dennoch begegnet sie uns allenthalben und ist Bestandteil unseres Alltags: Denken Sie beispielsweise an die Heimat- und Kulturvereine, die sich um das Ortsbild und das Gemeinschaftsleben in den Kommunen bemühen, die ehrenamtlich tätigen Politiker, die Fördervereine in unseren Schulen, oder auch an inhaltlich oft unterschiedlich interessierte Menschen, die beispielsweise an die 100 saarländische Museen betreuen.

Für die Landesregierung sind die ehrenamtlichen Verbände, Organisationen und Initiativen wichtige Partner und Berater, denn sie agieren vor Ort und haben meist einen hervorragenden Blick darauf, wo die Dinge gut laufen, was nottut oder wo Handlungsbedarf besteht. Vielfach sind Probleme in Zusammenarbeit mit Verbänden oder örtlichen Vereinen zu lösen. In jedem Falle lässt sich sagen, dass es sich bei Kooperationen oder Maßnahmen mit Ehrenamtlichen zumeist um sehr realitätsnahe und schnell zum Ziel führende Maßnahmen handelt. Auch in diesem Sinne prägen und gestalten sie unser Land mit.

Noch wichtiger sind die außerordentlichen Verdienste unserer Vereine und Verbände für die Kinder- und Jugendarbeit. Dort werden nicht nur sinnvolle und betreute Freizeit-gestaltungen angeboren, sondern häufig auch die Grundsteine zu einer ganz persönlichen lebensbereichernden Entwicklung der jungen Menschen gelegt, so z. B. in den Kultur- und Sportvereinen.

Sicherlich darf man die häufig gelobte Mentalität der Saarländer auch ein wenig darauf zurückführen, dass es diese zahlreichen Gemeinschaften gibt, in denen die Menschen kommunizieren können, gemeinsame Vorstellungen entwickeln und entfalten, wo sie sich unter Freunden wohlfühlen. Ich glaube, dass hier beachtliche Kräfte positiv auf die Lebensqualität einwirken und zur eher liebevollen Einstellung der Saarländer zu ihrer Heimat beitragen. Auf jeden Fall sind es durch die Bank begrüßenswerte Verhältnisse, Zusammenhänge und Möglichkeiten, in denen uns das Ehrenamt im Saarland begegnet.

Jugendfeuerwehr bei einer Übung
Jugendfeuerwehr bei einer Übung

4. Inwieweit fehlt - wie kritische Stimmen behaupten - dem ehrenamtlichen Engagement im Saarland eine »zentrale Steuerung und eine klare Ordnung«?

Da wäre zunächst zu klären, was man unter zentraler Steuerung versteht, denn Freiwilligkeit hat natürlich auch sehr viel mit Freiheit zu tun. Wer aber glaubt, das Ehrenamt im Saarland hinge ohne Steuerung oder Struktur mehr oder weniger »in der Luft«, der hat nicht richtig hingeschaut.

Das Saarland verfügt auch im Vergleich zu anderen Bundesländern über eine der ausgeprägtesten Vereins- und Verbandsstrukturen. Während beispielsweise im Bereich des Sports die lokalen und regionalen Vereinigungen in die Struktur der Landesverbände eingebettet sind, konstituieren und betreiben die 15 größten kulturellen Dachorganisationen und die ihnen angeschlossenen Vereine die »Landesakademie für musisch kulturelle Bildung«, die damit über mehr als 130.000 Mitglieder zählt.

Bemerkenswert ist, dass es innerhalb der Verbandsstrukturen nicht nur um die eigentlichen Inhalte (z. B. Sport oder Kultur) geht, sondern auch um die Aufrechterhaltung kommunikativer Netzwerke, um gemeinschaftlich organisierte Zusammen- und Lobbyarbeit oder die Aus- und Weiterbildung des Nachwuchses. Niemand kann ernsthaft glauben, dass soziale Verbände wie die AWO oder Hilfsverbände wie beispielsweise DRK, THW oder die Freiwilligen Feuerwehren über keine klare Ordnung oder Steuerung verfugen. Gerade bei den Hilfsverbänden kommt es ja darauf an, dass teilweise professionelle und ehrenamtliche Kräfte zuverlässig und strukturiert zusammenarbeiten.

Als Dachorganisation aber auch als Dienstleister für die Ehrenamtlichen im Saarland ist die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) »PRO EHRENAMT« tätig. Sie nimmt die Interessen der rund 400.000 Freiwilligen wahr. »PRO EHRENAMT« informiert über neue Entwicklungen, bietet Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen an, unterstützt Projekte oder initiiert diese selbst. Selbstverständlich können sich Ehrenamtliche, die keiner Organisation angehören, ebenfalls an die Ehrenamtsbörsen in ihren Landkreisen oder die LAG »PRO EHRENAMT« wenden.

Die Dachorganisationen der Vereine oder Verbände, wie etwa der Landessportverband Saarland, die Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung oder der Landesmusikrat, aber auch die übergeordneten Einrichtungen wie die LAG »PRO EHRENAMT« werden seit Jahren von der Saarländischen Landesregierung mit erheblichen finanziellen Mitteln gefördert.

Natürlich ist auch die Landesregierung selbst hinsichtlich der Anforderungen, die das Ehrenamt an sie stellt, gut strukturiert. Das heißt, sie beschränkt sich nicht auf Projektförderungen, sondern bietet in den entsprechenden Fachressorts Ansprechpartner und Strukturen an, welche sich mit den Belangen der Ehrenamtlichen befassen, so z. B. die Abteilung »Sport« des Ministeriums für Inneres und Sport oder das Referat »Breitenkultur« des Ministeriums für Bildung und Kultur. Natürlich gibt es auch Ansprechpartner beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz oder beim Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. In der Staatskanzlei konzentriert sich eine Koordinierungsstelle für Bürgerengagement und Ehrenamtsforderung vorwiegend auf grundsätzliche und ressortübergreifende Themen des freiwilligen Bürgerengagements, befasst sich aber auch mittels spezieller Sonderprogramme mit der Förderung von Einzelprojekten.

In allen Landkreisen und beim Regionalverband Saarbrücken wurden mit Unterstützung der Landesregierung »Ehrenamtsbörsen« als örtliche Ansprechpartner für die Belange des Ehrenamtes eingerichtet. Mit der Freischaltung des Internet-Portals www.ehrenamt.saarland.de hat das Land sein Informations- und Serviceangebot für alle freiwillig Tätigen nachhaltig verbessert. Zur Schaffung verbesserter Rahmenbedingungen für das bürgerschaftliche Engagement hat das Land 2012 seine Haftpflichtsammelversicherung für Ehrenamtliche von 2 Millionen Euro auf 7,5 Millionen Euro aufgestockt. Das im März 2013 in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes schafft Rechtssicherheit, baut Bürokratie ab und flexibilisiert die Finanzplanung gemeinnütziger Organisationen, während das relativ junge Projekt der Staatskanzlei »Saarland zum Selbermachen« wiederum ganz konkret und unbürokratisch Fördergelder für beispielhafte Projekte freiwilliger Initiativen bereitstellt. Im letzten Jahr haben wir dann schließlich auch die Saarländische Ehrenamtskarte eingeführt.

Saarländische Ehrenamtskarte (Muster)
Saarländische Ehrenamtskarte (Muster)

5. Was bedeutet füuuml;r Sie die Saarländische Ehrenamtskarte?

Die Saarländische Ehrenamtskarte ist gerade deshalb besonders wertvoll, weil sie letztlich ein Gemeinschaftsprojekt all derjenigen ist, die den freiwillig Engagierten ein besonderes »Dankeschön« sagen möchten. Sie ist zugleich weder von vorneherein noch irgendwann endgültig statisch auf einen bestimmten Wert der Anerkennung festgelegt. Das Projekt »Ehrenamtskarte« folgt sozusagen dem Prinzip einer »dynamischen Inwertsetzung«: Je mehr Landkreise und Sponsoren sich diesem Vorhaben anschließen, desto wertvoller wird die Karte für ihre Besitzer.

Dabei geht es nicht in erster Linie um die monetären Ermäßigungen. Die vergünstigten Angebote, welche die Karte mit sich bringt, werden nach unseren bisherigen Erfahrungen kaum genutzt. Im Vordergrund steht offensichtlich die Anerkennung einer persönlichen Leistung durch all diejenigen, die sich an diesem Projekt beteiligen, seien es nun das Land, die Landkreise oder die Sponsoren. Sie machen durch ihre kleinen Vergünstigungen für die Inhaber der Ehrenamtskarte deutlich, dass sie freiwilliges Engagement wertschätzen und denjenigen danken möchten, die dafür ihre Zeit und ihre Kraft einbringen.

6. Im Rahmen eines Modellprojekts wurde 2012 die Saarländische Ehrenamtskarte in zwei Landkreisen eingeführt. Wie sieht Ihre Bilanz aus?

Erfreulicher Weise hat sich inzwischen auch der Regionalverband Saarbrücken den beiden Pilotlandkreisen angeschlossen, was bedeutet, dass sich der Wirkungsbereich des Projektes »Ehrenamtskarte« auf nunmehr rund 57 % der saarländischen Bevölkerung ausgedehnt hat.

Der Landkreis Neunkirchen wird beispielsweise bis Ende des Jahres 300 Ehrenamtskarten vergeben haben. Rund 70 öffentliche Einrichtungen oder private Unternehmen, sogenannte Akzeptanzpartner, gewähren inzwischen den Inhabern der Ehrenamtskarte Vergünstigungen und erkennen damit deren außerordentliches Engagement an - und zwar auch öffentlich, denn sie werden auf den Internetseiten der Landkreise und des Landes gelistet.

Auch die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich hat sich sehr positiv über die Startphase der Ehrenamtskarte im Landkreis Merzig-Wadern geäußert. Über die Landkreise hinweg ist die die Nachfrage unvermindert stark.

Die Beteiligung des Regionalverbandes Saarbrücken hat eine beispielgebende Signal-wirkung für das ganze Land und bringt das Projekt aufgrund der allgemeinen und wirtschaftlichen Bedeutung des Hauptstadtlandkreises ein gutes Stück weiter voran.

Gespräche der Landesregierung mit dem Landkreis St. Wendel legen nahe, dass hier bald mit einem Einstieg in das Projekt zu rechnen ist. Der Saarpfalz-Kreis und der Landkreis Saarlouis werden auch bald über eine Teilnahme entscheiden

7. Muss ehrenamtliches Engagement professioneller werden? Wie kann dies geschehen?

Professionell im Sinne von »Leistung gegen adäquate Bezahlung« und der damit verbundenen Wahrnehmung berufsähnlicher Pflichten sicherlich nicht. Ebenso wenig im Sinne eines längerfristigen oder sogar umfassenden Ersatzes von hauptberuflichem Personal durch Freiwillige.

Annegret Kramp-Karrenbauer auf einem Landtagswahlplakat
Annegret Kramp-Karrenbauer auf einem Landtagswahlplakat

Andererseits stellt man sehr schnell fest, dass auch im ehrenamtlichen Bereich häufig höchste Leitungsstandards vorausgesetzt werden müssen oder wie selbstverständlich erreicht werden. Ich denke hier z. B. an einen Arzt, der zusätzlich freiwillige Arbeitsstunden im palliativen Bereich oder bei der Sterbebegleitung leistet oder an einen hauptberuflichen Dirigenten oder Orchestermusiker, der in seiner Freizeit einen Kinderchor leitet, an die Helfer von DRK, THW und Freiwilliger Feuerwehr.

Aber es ist richtig, dass die Anforderungen an die Ehrenamtlichen nicht nur im Fachlichen, sondern auch im Allgemeinen steigen. Somit gilt es sicherzustellen, dass die freiwillig Engagierten diesen Herausforderungen gewachsen sind. Heute bringt beispielsweise die Vereinsarbeit eine Fülle von organisatorischen, formalen und rechtlichen Problemen mit sich, die dem Laien schon einmal den Angstschweiß auf die Stirn treiben und der Lust am Ehrenamt nicht gerade förderlich sind. Ich denke da etwa an Fragen des Versicherungs-, Haftungs- und Steuerrechts, die Öffentlichkeitsarbeit, die effektive Nutzung der Sozialen Medien des Internets für die Vereinsziele oder an den Datenschutz, der schon bei der Einladung zur Mitgliederversammlung Probleme machen kann.

Daher müssen den Ehrenamtlichen Informationen, Hilfestellungen und Weiterbildungs-möglichkeiten angeboten werden, wie ich sie u. a. bereits erwähnt habe: Die Einrichtung von Ehrenamtsbörsen, gesetzliche Maßnahmen zur Stärkung des Ehrenamtes und die Vorhaltung von Informations- und Kommunikationsplattformen. Wichtige Informationen grundsätzlicher Art können die Saarländer auch dem »Saarländischen Vereinshelfer« entnehmen. Überhaupt gilt es, auf eine gute Vernetzung und fürsorgliche Kommunikation zwischen Ehrenamt und öffentlichen Stellen zu achten. Auch hier spielen die modernen Medien eine wichtige Rolle.

Um die Fort- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen aus den unterschiedlichsten Bereichen kümmert sich im Saarland in erster Linie die »Landesarbeitsgemeinschaft PRO EHRENAMT e. V.«, aber auch die »Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung« betreut in dieser Hinsicht die ihr angeschlossenen 15 kulturellen Dachverbände. Dass die Hilfs- und Rettungsorganisationen in fachlicher Hinsicht auf ihre eigenen Fortbildungseinrichtungen zurückgreifen können, liegt in der Natur der Sache. Ebenso bieten sich den saarländischen Amateursportlern vielseitige und professionelle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an der Hermann-Neuberger-Sportschule des Landessportverbandes.

Trotz seiner beachtlichen Bandbreite kann das bürgerschaftliche Engagement in unserem Land also jederzeit verlässlich auf umfänglich vorhandene Strukturen und unterstützende Einrichtungen zurückgreifen. Vielleicht ist dies auch einer der Gründe, warum das Ehrenamt im Saarland auch zukünftig eine wichtige und kompetent gestaltende Kraft sein wird.

 

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Quellen:

Text des Interviews aus: Zeitschrift für Sozialmanagment (Journal of Social Management) Bd 12, Nr. 2,
2. Halbjahr 2014, S. 59-65. Abdruck mit freundlicher Genehmigung

Bilder:
- Vorschaubild: Pressefoto, Bildrechte CDU Saar, (download von der Website www.kramp-karrenbauer.de)
- Porträt Annegret Kramp-Karrenbauer (aufgenommen auf dem CDU Bundesparteitag Dezember 2014 in Köln.) Urheber: Olaf Kosinsky, wikipdia, CC-BY-SA 3.0. via wikimedia commons
- Briefmarke der Deutschen Post AG "Ehrenamt", Datum 12. Juni 2008, Entwurf Corinna Rogger, Quelle Deutsche Post AG
- Jugendfeuerwehr bei einer Übung. Fotograf: Wiki-observer, Lizenz: CC-BY SA 3.0, via wikimedia commons
- Ehrenamtskarte entnommen der Website: www.saarland.de/ehrenamt.htm
- Plakat: Unsere Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer: Echt. Klar. Mutig. CDU Saar.
Personenplakat mit Porträt, Bestand: Landtagswahlplakate Saarland (10-011), Lizenz: KAS/ACDP 10-011 : 1906 CC-BY-SA 3.0 DE