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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Weiskirchen

Weiskirchen

Florian Russi

Geschichte, gute Luft und Gesundheitspflege

Etwa im Jahr 1863 wurde das Rathaus gebaut. Renoviert und erweitert ist es auch heute noch Sitz der Gemeindeverwaltung.
Etwa im Jahr 1863 wurde das Rathaus gebaut. Renoviert und erweitert ist es auch heute noch Sitz der Gemeindeverwaltung.

Ein heilklimatischer Kurort der Premium Class und ein Zentrum der Gesundheitspflege ist der im nördlichen Saarland gelegene Ort Weiskirchen. Er ist Sitz einer großen Rehaklinik, Kneippkur- und Erholungsort, Campingstätte und Ausgangsort für viele Wanderungen. Seit der Gebietsreform 1974 besteht die Gemeinde aus 5 bis dahin selbständigen Ortsteilen: Konfeld, Rappweiler, Thailen, Weierweiler, Weiskirchen. 47,2 % des Gemeindegebiets sind bewaldet, 37,6 % landwirtschaftlich genutzt. Die 6.400 Einwohner teilen sich den nur 7,5 % betragenden bebauten Restteil des Gemeindegebiets. An diesem Ort lässt sich jeden Tag Natur direkt erleben.

Das Gelände, das heute Weiskirchen genannt wird, hat schon in der jüngeren Steinzeit Menschen angezogen. Aus dieser Zeit rühren die ersten Siedlerspuren. Aus der frühen Latènezeit wurden drei Hügelgräber mit wertvollen Grabbeilagen entdeckt. Durch den Ort führte später eine Römerstraße nach Trier, und im Jahr 1030 wurde er erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem 11./12. Jahrhundert finden sich Spuren von 3 ehemaligen Turmhügelburgen (Motten), die zeigen, dass Weiskirchen auch in der frühen Ritterzeit ein attraktiver Platz war.

 Überdachte Holzbrücke über den Kurparkweiher
Überdachte Holzbrücke über den Kurparkweiher

Der Ort liegt im „Schwarzwälder Hochwald", dem südwestlichen Teil des Hunsrücks. Der nördlich gelegene, 694,8 Meter hohe Schimmelkopf, auch Weiskircher Höhe genannt, ist die zweithöchste Erhebung im Saarland. (Höchster Berg ist mit 695,4 Metern der nördlich von Nonnweiler gelegene nur 60 cm höhere Dollberg.) Weiskirchen sowie die umliegende Region sind Teil des Naturparks Saar-Hunsrück, zu dessen Entstehen der frühere Bürgermeister Theobald wesentlich beigetragen hat.

Wen zieht es in diesen Ort? Es sind vor allem die Gäste der Hochwaldkliniken, die idyllisch im Wald gelegen, sich als Kliniken und Rehabilitätsstätten für Orthopädie und Sportmedizin einen Namen gemacht haben. Es kommen darüber hinaus viele Anhänger der Kneipptherapien und -kuren sowie Camper aus der näheren und weiteren Umgebung. Großen Zuspruch erfährt auch die Jugendherberge, in der alle Gäste, Jugendliche ebenso wie Erwachsene, gleichermaßen willkommen sind und die u. a spezielle Programme für Familien anbietet. Ein Anziehungspunkt ist auch das Weiskircher Parkhotel, das ein Hallenschwimmbad und ein vielfältiges Wellnessprogramm bietet. Im Zentrum des Hauptortes lädt ein romantischer kleiner Stausee, der Kurparkweiher, zum Spaziergang und zum Feiern in freier Natur ein.

Im zentral gelegenen Haus des Gastes befindet sich die Tourist-InformationBlick über den Stausee zum ParkhotelBlick vom See zum Ortszentrum mit Rathaus und KircheKunstvoll angelegter Staudengarten beim Kurpark Die überdachte Plattform auf dem Weiher eignet sich gut zum Feiern

 

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Fotos: Florian Russi