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Flechtwerk
Lebendige Nachbarschaft und Integration

so heißt die erste Ausgabe unserer neuen Zeitschrift

FLECHTWERK - Lebebendige Nachbarschaft und Integration

Die Deutschen sind ofener geworden und haben gleichzeitig mehr Sinn für Heimat, Familie und Nachbarschaft entwickelt. Es müssen neue Wege gesucht werden, um Ausgrenzung und Anonymität zu verhindern.

Marianne von der Leyen

Marianne von der Leyen

Herbert Kihm

Reichsgräfin Marianne von der Leyen

geb. Maria Anna Helene Josephina Kämmerer von Worms genannt Dalberg,
* 21.03.1745 in Mainz, † 10.07.1804 in Frankfurt am Main

Reichsgräfin Marianne von der Leyen, Gemälde (unbekannter Maler) um 1770
Reichsgräfin Marianne von der Leyen, Gemälde (unbekannter Maler) um 1770

Das Geschlecht derer von der Leyen stammt ursprünglich aus der Moselregion (Schloss Gondorf). Durch Heirat erwarb Georg I. von der Leyen 1456 erstmals Rechte und Güter in und um Blieskastel. Durch die Wahl Carl II. Caspars von der Leyen - Hohengeroldeck (1652–1667) zum Kurfürsten und Erzbischof von Trier standen der Familie nicht nur genügend Geldmittel zu Verfügung sondern besaß sie auch die politische Macht, um nach dem 30jährigen Krieg im Amt Blieskastel einen zusammenhängenden Herrschaftsbereich zu schaffen.

Der eigentliche Aufstieg der Residenz begann mit der Verlegung des Wohnsitzes in das Schloss von Blieskastel im Jahre 1733.

Nach dem Tod des Gatten Franz Carl (†1775) übernahm Marianne als „Landesmutter" die Regentschaft. Sie holte u.a. Künstler wie Ludwig Hautt oder Peter Reheis auf ihr Schloss. Das barocke Stadtbild legt noch heute Zeugnis ab von dieser Zeit einer regen Bautätigkeit.

Marianne gilt aber auch als politische Reformatorin. So förderte sie Bergbau, das Hüttenwesen oder die Glasindustrie. Auch wurde unter ihrer Regentschaft das Schul- und Gesundheitswesen verbessert, 1786 hob sie schließlich die Leibeigenschaft auf.

Durch die aufwendige Hochzeit des Erbprinzen und dessen Bautätigkeit an der „Philippsburg" (siehe Artikel zu „Annahof") häuften sich jedoch erhebliche Schulden an.

Am 14.Mai musste Marianne schließlich vor den anrückenden Truppen der französischen Revolution fliehen. Sie starb 1804 in Frankfurt am Main und wurde in der Kirche St. Cäcilia in Heusenstamm beerdigt. 1881 erfolgte die Überführung der sterblichen Überreste in die Krypta der Schlosskirche von Blieskastel, wo sie neben der Grablege ihres Gatten beigesetzt wurden.

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Die Textquellen stammen aus:
Ludwig Eid, Reichsgräfin Marianne von der Leyen, Saarbrücken, 1937;
wikipedia, freie Enzyklopedie

Bildquellen:
Bild oben links: Saarland-Biografien
Bild oben rechts (Gemälde): wikipedia